M the movie is now an opera. Not everyone’s impressed

Berlin has just seen its most celebrated evocation on film reconfigured as a one-act opera by the composer Moritz Eggert and the Komische Oper chief Barrie Kosky. The US baritone Scott Hendricks is the only adult on stage.

First reviews – Manuel Brug in welt.de, under the headline, ‘Better Go to the Cinema’:

Um M herum wimmelt das Nichts – in Gestalt von Kindern mit erwachsenen Pappschwellköpfen in allen übrigen, nicht definierten, seltsam zwergenhaften Kollektivrollen. Die spielen das menschenwuselnde, verängstigte, dennoch feierwütige Berlin. Noch so ein zwar origineller, aber wenig bringender V-Effekt.

(There is a nothingness around M…)

Frederik Hanssen in Tagesspiegel:

Alles Mögliche kann man aus der Partitur heraushören, die zur klassischen Orchesterbesetzung einen wortlosen Chor sowie zwei unsichtbare Solisten (Alma Sadé und Tansel Akzeybek) hinzufügt, außerdem E-Gitarre, Saxofon, Akkordeon und vier Keyboards: Was Generalmusikdirektor Ainars Rubikis da mit fliegenden Händen im Graben koordiniert, klingt mal nach Kurt Weill, mal nach 80er-Jahre-Disco, mal nach Filmmusik mit Bläserbombast, dann wieder nach Atmo- Klangteppich. Das hält die Geschichte zwar in der Schwebe zwischen Einst und Jetzt, ist künstlerisch aber letztlich so unentschieden wie die Dramaturgie.

Und weil zumindest im 2. Rang auch von dem Surround-Sound, den Moritz Eggert versprochen hatte, nichts zu merken ist, blickt man 100 Minuten lang auf ein Geschehen, das zwar nahtlos abschnurrt, dem Betrachter emotional aber enttäuschend fern bleibt.

(rough translation):

You can hear all sorts of things in the score, which adds a wordless chorus and two invisible soloists (Alma Sadé and Tansel Akzeybek) to a classical orchestra, as well as electric guitar, saxophone, accordion and four keyboards: What general music director Ainars Rubikis (untranslated) sounds like Kurt Weill, sometimes 80s disco, sometimes film music with brass bombast, then again to atmos-wallpaper. Although there is history in the balance between then and now, it is ultimately as indeterminate as the dramaturgy.

… the surround sound, which Moritz Eggert had promised, is unremable, one has 100 minutes of an event, which, although seamlessly purring, leaves the viewer emotionally but disappointingly remote.

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  • For German contemporary composers it is very difficult to write music in the shadows of both postwar modernism and a hughe historic heritage. So, what to do, if you don’t want to contribute even more sound art than is already produced under the cloud of WW II? You go for hip and silly:

    https://www.youtube.com/watch?v=HZD8vH4aW0s

    https://www.youtube.com/watch?v=EglwD-pmj4o

    https://www.youtube.com/watch?v=7ke4dxdpLiM

    Producing an entire opera from Eggert looks like a desperate gesture from both composer and the opera company.

  • Why not take a look at the many more very good reviews, among them media that are much more important than “Welt” or “Tagesspiegel”:

    Frankfurter Allgemeine Zeitung:

    https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buehne-und-konzert/wie-barrie-kosky-die-oper-m-in-berlin-urauffuehrt-16173839.html
    “Ein Hauch Wozzeck klingt an, wenn Hendrick seinem extrem gelagerten Gesang Glissandi und fast tierhaft klagende Falsett-Töne beifügt. Dies sind die Momente, in denen die Aufführung emotional anrührende Qualität erlangt.”

    M – eine Stadt sucht einen Mörder
    “Bei „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ handelt es sich um einen großen, verdienten Erfolg, den Eggert nur einen Abend nach der Uraufführung seiner Musik für Winnie Karnofkas Theaterstück „Mädchenmonstermusik im Theater der Jungen Welt Leipzig erntet.” https://www.die-deutsche-buehne.de/kritiken/grossstadtoper-nach-tonfilm

    M – eine Stadt sucht einen Mörder
    “Eggerts Einakter entzieht sich allen Musiktheaterschubladen. 15 abendfüllende Opern hat er komponiert, sie überraschen in ihrer Stilvielfalt. Die neue Oper, die Mörderjagd, setzt Regisseur Barrie Kosky in starke Bühnenszenen um.” https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/kritik-moritz-eggert-komische-oper-urauffuehrung-premiere-100.html

    M – eine Stadt sucht einen Mörder
    “Schließlich packen ihn die Rachegötter. Die Ganoven haben den Kindermörder erwischt und wollen ihn totschlagen. “M – eine Stadt sucht einen Mörder” beweist, dass moderne Oper nicht anstrengen muss und unterhalten kann.” https://www.br.de/nachrichten/kultur/m-eine-stadt-sucht-einen-moerder,RPgiNrw

    M – eine Stadt sucht einen Mörder
    Barrie Kosky inszeniert, Moritz Eggert hat die Musik dazu geschrieben. Er erzählt BR-KLASSIK von seinem Streben, eine neue Klanglichkeit ins Opernhaus zu bringen. https://www.br.de/mediathek/podcast/klassik-aktuell/moritz-eggert-ueber-seine-oper-m-eine-stadt-sucht-einen-moerder/1588180

    M – eine Stadt sucht einen Mörder
    „Das Stück wird, denke ich, ein Erfolg für die Komische Oper, denn es passt zu Barry Koskys Idee, die 20er-Jahre wiederzubeleben mit Operetten.“ ??? https://www.deutschlandfunkkultur.de/m-eine-stadt-sucht-einen-moerder-oper-singspiel-rockoper.1013.de.html?dram:article_id=447942

    M – eine Stadt sucht einen Mörder
    Aber genau dazwischen entfaltet die Inszenierung fast unmerklich ihre Wirkung. Es ist anders als bei Fritz Lang – und doch auch beklemmend.” https://www.rbb24.de/kultur/beitrag/2019/05/m-eine-stadt-sucht-einen-moerder-komische-oper-eggert-.html

    M – eine Stadt sucht einen Mörder
    “Seitens des Publikums gab es für die neue Oper keinerlei hörbaren Widerspruch.” https://www.nmz.de/online/szenisches-surround-hoerspiel-urauffuehrung-von-moritz-eggerts-m-eine-stadt-sucht-einen-moerd

    M – eine Stadt sucht einen Mörder
    Julia Spinola über die UA von “M” – mit Musikausschnitt! https://podcasts.apple.com/us/podcast/m-eine-stadt-sucht-einen-m%C3%B6rder-ua-der-oper-von-moritz/id468424577?i=1000437342801

    M – eine Stadt sucht einen Mörder
    “Der Komponist und Pianist Moritz Eggert hält scheinbar nicht viel von Konventionen. Für die Berliner Komische Oper hat er nun Fritz Langs „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ vertont.” https://player.fm/series/zu-gast-rbbkultur/moritz-eggert-komponist

    M – eine Stadt sucht einen Mörder
    “Zur Uraufführung am Sonntagabend, in der vor allem Kinder auf der Bühne stehen, gab es viel Beifall.” http://www.musik-heute.de/19567/beifall-fuer-filmkrimi-m-als-oper/

    M – eine Stadt sucht einen Mörder
    “Eggert bringt uns den Zeitgeist der Weimarer Republik mit einem dessen geistiges Leben in Tönen spiegelnden Musikdesign nahe. Er beherrscht die Überrumpelung seiner Hörer.” https://www.concerti.de/oper/opern-kritiken/komische-oper-berlin-m-eine-stadt-sucht-einen-moerder-5-5-2019/

    M – eine Stadt sucht einen Mörder
    „Es ist, das kann ich ohne Übertreibung sagen, die größte Kinderchorpartie, die je in der Geschichte der Oper komponiert wurde.“ http://www.taz.de/!5589277/

    M – eine Stadt sucht einen Mörder
    “Die Musik, die von allen Seiten in den Saal zu kommen scheint, versetzt das Publikum gewissermaßen in den Kopf dieses namenlosen Menschen und macht es andererseits zum Komplizen der menschenjagenden Meute jener Stadt.” https://www.moz.de/kultur/artikelansicht/dg/0/1/1727007/

    M – eine Stadt sucht einen Mörder
    “…das Klagen des Triebtäters und das Rauschen der Metropole verbinden sich zu einem expressionistischen Klanggemälde.” https://www.landeszeitung.de/blog/nachrichten/medien/2570197-m-eine-stadt-sucht-einen-moerder-jetzt-gibt-es-den-krimi-auch-als-oper-2

    (there are many more)

    • Well done!

      “M – eine Stadt sucht einen Mörder” beweist, dass moderne Oper nicht anstrengen muss und unterhalten kann.” That must have been quite a relief for a lot of people.

  • Well done Moritz. Typical of Maestro Lebrecht to just pin out two mean spirited reviews by mediocre critics. But I guess Manual Brug is the closes to Norman Lebrecht in Germany so it all makes sense..

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