Vienna mourns a stalwart tenor

The Vienna State Opera has announced the death of Waldemar Kmentt, aged 86.

He made his debut with Karl Böhm in 1950 and appeared on all major European stages and festivals, including Salzburg and Bayreuth.

He sang in Carlos Kleiber’s only performance of a work by Mahler, Das Lied von der Erde in June 1967.

kmentt

press release:

Die Wiener Staatsoper trauert um KS Waldemar Kmentt

Die Wiener Staatsoper trauert um den österreichischen Tenor KS Waldemar Kmentt, langjähriges Ensemblemitglied und Ehrenmitglied der Wiener
Staatsoper, der am heutigen Mittwoch, 21. Jänner 2015 im 86. Lebensjahr in Wien verstorben ist.
“Wir sind sehr traurig über den Tod von KS Waldemar Kmentt. Mit ihm ist gewissermaßen der Doyen des Sängerensembles der Wiener Staatsoper, ein Familienmitglied von uns gegangen. Mit seiner unvergesslichen Stimme und großen Persönlichkeit war er eine tragende Säule des berühmten *Wiener Mozartensembles‘ der Nachkriegszeit. Über dreieinhalb Jahrzehnte war er in vielfachem Einsatz seinem Haus und seinem Ensemble treu, das er wie kaum ein anderer Gesangssolist verkörperte, prägte und bei seinen Gastspielen an allen großen Opernhäusern der Welt vertrat”, so
Staatsoperndirektor Dominique Meyer.

KS Waldemar Kmentt wurde am 2. Februar 1929 in Wien geboren. Seine musikalische Ausbildung erhielt er an der Wiener Musikakademie bei Adolf Vogel und Hans Duhan sowie bei Elisabeth Radò. 1951 debütierte er als Prinz (Die Liebe zu den drei Orangen) an der Volksoper Wien (damals das Ausweichquartier der Wiener Staatsoper) und wurde kurz darauf Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper. In diesem Haus verkörperte er
insgesamt 79 Rollen in 1.480 Vorstellungen. Zu seinen meistgesungenen Partien zählen Tamino in Die Zauberflöte (89 mal), Hans in Die verkaufte
Braut (80 mal) und die Titelpartie in Les Contes d’Hoffmann (54 mal). Weiters war er an der Wiener Staatsoper u. a. als Belmonte (Die
Entführung aus dem Serail), Ferrando (Così fan tutte), Lenski (Eugen Onegin), Laca (Jen*fa), Tom Rakewell (The Rake’s Progress) sowie in
der Titelpartie von Ödipus Rex zu erleben. Bei der feierlichen Eröffnung der Staatsoper am 5. November 1955 verkörperte er den Jaquino (Fidelio).
1982 wurde er zum Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper ernannt, wo er zuletzt am 25. November 2005 als Haushofmeister (Ariadne auf Naxos) zu erleben war. Weitere Auftritte führten ihn u. a. an die Volksoper Wien, die Mailänder Scala, die New Yorker Met, nach Rom, Paris, Amsterdam,
Brüssel, München und Stuttgart sowie zu den Festspielen nach Salzburg, Bayreuth und Edinburgh. 18 Jahre lang war KS Waldemar Kmentt
Leiter der Opernschule des Konservatoriums der Stadt Wien und war Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik
Österreich und zahlreicher weiterer Auszeichnungen. Von April bis September 2013 widmete das Staatsopernmuseum KS Waldemar Kmentt eine Retrospektive, die in seiner Anwesenheit eröffnet wurde.

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  • Graciela Araya says:

    Ich bin tief getroffen,Er war ein sehr grosse star und Liebe mensch,Ich hab gerne mit ihm Die Fledermaus gespielt,R.I.P

  • Simon S. says:

    R.I.P.

    If I’m not mistaken, it was him who once mentioned this as one of his principles: Whenever he doubted whether a role might be harmful for his voice, he sang “Dalla sua pace” in his dressing room immediately after the performance. If this didn’t get as bright as ever, he dropped the role.

  • Petros Linardos says:

    Great musician and singer.

  • Prewartreasure says:

    Sang a simply wonderful ‘Froh’ in Decca’s epic 1958 recording of Das Rheingold (Solti/Culshaw/Vienna Phil) yet never appeared again in that whole cycle which concluded in 1964.

  • John Norton says:

    Just a lovely Viennese singer, with a vast repertoire…sang for Kleiber… and was part of the golden era in Vienna, with Christa Ludwig, Kurt Bohme…his singing is always beautiful… he will be greatly missed…RIP…

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